Hugo Tormento holt dritten ÖTILLÖ-WM-Titel im Swimrun

LB
Von Luc Beurnaux

Veröffentlicht am Sa., 12. September 2026

Hugo Tormento holt dritten ÖTILLÖ-WM-Titel im Swimrun
© Adam Axelsson/OtillO

Am Montag, dem 7. September, gewann der Franzose Hugo Tormento gemeinsam mit seinem australischen Partner Adriel Young die ÖTILLÖ-Swimrun-Weltmeisterschaft im Stockholmer Schärengarten. Für Tormento war es der dritte WM-Titel, errungen bei der 20. Ausgabe des legendären Pionierwettkampfs der Disziplin.

Bedeckter Himmel, Wind und starke Strömungen machten den Swimrun, bei dem sich Lauf- und Freiwasser-Schwimmabschnitte abwechseln, für die rund 400 gestarteten Athletinnen und Athleten besonders anspruchsvoll. Die 70 Kilometer lange Strecke zwischen Sandhamn und Utö führte über 24 Inseln und umfasste 61 Kilometer Trailrunning sowie 9 Kilometer Schwimmen. Das Wasser war etwa 17 °C warm, die Lufttemperatur lag am Start bei 13 °C und stieg im Laufe des Tages auf 17 °C.

Tormento und Young dominieren die Männerwertung

Hugo Tormento und Adriel Young sicherten sich den Titel in 7:18:32 Std. und revanchierten sich damit für ihren zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft 2025. Die beiden lieferten sich auf den ersten 20 Kilometern ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem französischen Duo Arnaud und Pierre de Lustrac, bevor sie sich absetzen konnten. An der Spitze ließen Tormento und Young nicht nach und bauten ihren Vorsprung bis ins Ziel kontinuierlich aus.

Für Adriel Young war es der fünfte WM-Titel. Damit ist er der erfolgreichste männliche Athlet in der Geschichte der Weltmeisterschaft. „Als ich Ornö erreichte, war ich völlig leer, und Hugo hat mich bis ins Ziel gezogen“, sagte Adriel. „Das ist das Beste an diesem Sport: Man ist immer zu zweit und hat jemanden, der einem hilft, wenn es schwierig wird. Unsere Strategie war, nie zurückzuschauen, weil wir bei anderen Rennen in diesem Jahr unter Druck geraten waren, wenn wir ständig darauf achteten, was hinter uns passierte. Also hielten wir uns an diesen Plan. Manchmal ist es unglaublich verlockend, sich umzudrehen, aber wir haben uns den ganzen Tag daran erinnert: ‚Schau nicht zurück. Schau nicht zurück.‘ Ich glaube, das hat sich wirklich ausgezahlt. Wir haben uns keinen unnötigen Druck gemacht und sind unser eigenes Rennen gelaufen.“ Für Hugo Tormento, den Streckenrekordhalter der Weltmeisterschaft, war es der dritte Titel. Ein besonderer Erfolg für den Franzosen, der in diesem Jahr seinen früheren Teampartner, den Schweden Max Andersson, bei einer Lawine verloren hat.

Ich bin wirklich glücklich über diesen neuen Titel. Er fühlt sich besonders an, denn dieses Jahr sind wir zu dritt und nicht zu zweit gelaufen, weil Max uns während des gesamten Rennens begleitet hat. Ich glaube, genau das macht den Kern des Swimruns aus: mit Freunden unterwegs zu sein, Freunde wiederzutreffen und unvergessliche Erinnerungen zu schaffen.

Hugo Tormento
Hugo TormentoWeltmeister 2026

Matthieu Poullain, 2024 ebenfalls Weltmeister, trat in diesem Jahr gemeinsam mit seinem Bruder Guillaume an. Das Duo wurde mit 49:59 Minuten Rückstand auf die Sieger Zweiter. Die Schweden Daniel Adams-Ray und Daniel Hansson komplettierten das Podium. Sie zeigten eine äußerst starke zweite Rennhälfte, während viele Konkurrenten zunehmend Schwierigkeiten bekamen.

Männer-Podium

1) Hugo Tormento (Frankreich) & Adriel Young (Australien): 7:18:32 Std.

2) Matthieu Poullain (Frankreich) & Guillaume Poullain (Frankreich): 8:08:31 Std.

3) Daniel Adams-Ray (Schweden) & Daniel Hansson (Schweden): 8:23:38 Std.

Französischer Sieg bei den Frauen

Bei den Frauen übernahmen die Französinnen Johanne Laizeau und Mélisande Muller von Beginn an die Führung und dominierten das Rennen bis ins Ziel. Sie gewannen in 9:06:47 Std. Der Erfolg bestätigt ihre starke Form nach ihrem jüngsten gemeinsamen Auftritt bei ÖTILLÖ Åland. „Wir sind mit unserem Rennen heute wirklich sehr glücklich“, sagte Johanne Laizeau. „Wir haben das Rennen von Anfang bis Ende angeführt und unseren Vorsprung immer weiter vergrößert. Die letzten Schwimmabschnitte waren wirklich hart, aber das kam uns eher entgegen, weil wir heute im Wasser besonders stark waren. Ornö war etwas schwierig, aber auf Ornö ist es immer schwierig. Danach fanden wir die nötige Energie, um das Rennen stark zu beenden, und sind über diesen Sieg unglaublich glücklich.

© Adam Axelsson/OtillO
Johanne Laizeau und Mélisande Muller

Die US-Amerikanerin Amanda Martin und die Britin Fiona Larsen mobilisierten auf den letzten Kilometern noch einmal alle Kräfte, konnten den Rückstand aber nicht mehr schließen. Sie wurden mit knapp zwölf Minuten Rückstand Zweite. Die Finninnen Heidi Hyvärinen und Heini Hartikainen zeigten von Anfang bis Ende ein starkes Rennen und belegten den dritten Platz.

Frauen-Podium

1) Johanne Laizeau (Frankreich) & Mélisande Muller (Frankreich): 9:06:47 Std.

2) Amanda Martin (USA) & Fiona Larsen (Großbritannien): 9:18:41 Std.

3) Heidi Hyvärinen (Finnland) & Heini Hartikainen (Finnland): 9:29:17 Std.

Noch ein französischer Sieg in der Mixed-Wertung

In der Mixed-Kategorie entwickelte sich das engste Rennen des Tages. Die beiden führenden Teams und die drei dahinterliegenden Duos blieben bis zum langen Laufabschnitt auf der Insel Ornö in Sichtweite. Dort nahm das Rennen entscheidend an Fahrt auf und das Podium wurde vergeben.

© Adam Axelsson/OtillO
Alexis Charrier und Anna Hellström

Der Franzose Alexis Charrier und die Schwedin Anna Hellström setzten sich in diesem Duell durch und holten den Titel in 7:58:09 Std. Damit bestätigten sie ihren Sieg in Göteborg (Schweden) zu einem früheren Zeitpunkt der Saison. „Ich denke, Anna und ich hatten einen wirklich, wirklich guten Tag. Die Wetterbedingungen waren sehr schwierig. Es gab viele Wellen, wahrscheinlich einige der härtesten Schwimmabschnitte, die wir je erlebt haben. Aber wir haben unser Tempo gehalten und uns weiter gegenseitig angefeuert. Und am Ende haben wir es geschafft“, freute sich Alexis Charrier im Ziel.

Das französische Duo Lydie Waucquier und Tom Ralite blieb bis zum Schluss dran und kam bei seinem ersten gemeinsamen Rennen mit weniger als fünf Minuten Rückstand ins Ziel. Die Schweden Hanna und Johan Skårbratt, die im vergangenen Jahr gewonnen hatten, komplettierten das Podium auf dem dritten Platz.

Mixed-Podium

1) Alexis Charrier (Frankreich) & Anna Hellström (Schweden): 7:58:09 Std.

2) Lydie Waucquier (Frankreich) & Tom Ralite (Frankreich): 8:02:54 Std.

3) Hanna Skårbratt (Schweden) & Johan Skårbratt (Schweden): 8:17:52 Std.