World Triathlon Championship Series: Cassandre Beaugrand in London nicht zu stoppen

LB
Von Luc Beurnaux

Veröffentlicht am Mi., 9. September 2026

Aktualisiert am Mi., 9. September 2026

World Triathlon Championship Series: Cassandre Beaugrand in London nicht zu stoppen
© Ben Lumley / World Triathlon

Die World Triathlon Championship Series (WTCS) machten am 24. Juli in London bei der sechsten Saisonstation Halt. Die Französin Cassandre Beaugrand gewann ihr bereits drittes Rennen in dieser Saison auf der globalen Rennserie, nach den WTCS-Rennen in Quiberon und Alghero. Bei den Männern setzte sich der amtierende Weltmeister Matthew Hauser aus Australien durch.

Die globale Rennserie kehrte erstmals seit 2015 nach London zurück, diesmal über die Sprintdistanz (750 m Schwimmen / 20 km Radfahren / 5 km Laufen). Die Lokalmatadoren Beth Potter, aktuell die Nummer eins der Welt, und Alex Yee, 2024 in Paris zum Olympiasieger gekrönt, gehörten vor heimischem Publikum zu den größten britischen Hoffnungen. Drei Rennen vor dem Finale in Pontevedra (Spanien) ging der Kampf um den Weltmeistertitel in die entscheidende Phase.

Schwimmstart WTCS London 2026© Ben Lumley/ World Triathlon

DAS FRAUENRENNEN

Nach den 750 Metern im Wasser kommt Léonie Périault als erste Französin aus dem Wasser, vor ihrer Landsfrau Emma Lombardi. Cassandre Beaugrand folgt wenige Sekunden später.

Beaugrand beim Laufen, WTCS London 2026© Ben Lumley/World Triathlon
Cassandre Beaugrand führt auf den letzten 5 km

Die Britin Tilly Anema und die US-Amerikanerin Taylor Knibb gehen als Erste aus der Wechselzone und setzen sich zu zweit auf der Radstrecke ab. Knibb bleibt über die gesamten 20 Kilometer an der Spitze und fährt allein in die zweite Wechselzone, nachdem ihre Fluchtpartnerin nach einem Sturz aufgeben musste. Die drei Französinnen finden sich daraufhin gemeinsam mit allen Favoritinnen in der Verfolgergruppe wieder. Runde um Runde wächst der Rückstand, überschreitet aber nicht die Marke von 30 Sekunden.

Cassandre Beaugrand läuft die 5 km in 15:27 Minuten!

Auf den letzten 5 Laufkilometern übernimmt Cassandre Beaugrand sofort die Führung in der Verfolgergruppe und zieht ihre Konkurrentinnen hinter sich her.

Mit jedem weiteren Abschnitt zerfällt die Gruppe. Beaugrand schließt zu Knibb auf und zieht an ihr vorbei, gemeinsam mit der Schwedin Tilda Mansson und der Britin Lisa Tertsch. Léonie Périault und Emma Lombardi liegen wenige Sekunden dahinter auf der Verfolgung. Nach einer letzten Tempoverschärfung schüttelt Cassandre Beaugrand auch ihre beiden Mitstreiterinnen ab und läuft nach 15:27 Minuten über 5 km allein ins Ziel. Ihr französischer Rekord steht bei 14:53 Minuten, aufgestellt 2025 in Monaco! Tertsch holt vor Mansson den Podestplatz. Léonie Périault wird Fünfte, Emma Lombardi landet auf Rang zehn.

Das Frauenpodium

1. Cassandre Beaugrand (Frankreich) 56:06

2. Lisa Tertsch (Deutschland) 56:11

3. Tilda Mansson (Schweden) 56:21

DAS MÄNNERRENNEN

Die Männer gingen knapp 45 Minuten nach dem Zieleinlauf der Frauen an den Start. Unter der Londoner Sonne kam der Ungar Mark Devay als Erster aus dem Wasser, knapp vor dem Franzosen Jules Rethoret, der sein WTCS-Debüt gab. Der Franzose Tom Richard stieg als Vierter aus dem Wasser. Tom Lerno, ebenfalls ein Rookie in der globalen Rennserie, beendete das Schwimmen auf Rang 33, Maxime Hueber-Moosbrugger auf Rang 55.

Radgruppe WTCS London 2026© Ben Lumley / World Triathlon

Auf dem Rad bilden sich nach dem ersten Wechsel schnell vier Gruppen. Tom Richard und Jules Rethoret fahren in der ersten, unter anderem gemeinsam mit dem Australier Matthew Hauser, dem Portugiesen Vasco Vilaça und dem Brasilianer Miguel Hidalgo. Tom Lerno befindet sich in der dritten Gruppe zusammen mit Alex Yee, Maxime Hueber-Moosbrugger fährt in der vierten.

Zwei Franzosen in den Top 10

Im Verlauf der Radstrecke baut die Spitzengruppe ihren Vorsprung auf die Verfolger aus, während die zweite und die dritte Gruppe zusammenfinden. Einige Athleten aus dieser Verfolgergruppe stürzen noch vor dem Ende des Radsegments, darunter auch Alex Yee.

Beim Laufen setzt sich schnell ein Trio an der Spitze ab: Matthew Hauser, Vasco Vilaça und der Ungar Csongor Lehmann. Bis ins Ziel vergrößern sie ihren Vorsprung, bevor sie den Sieg unter sich ausmachen. Mit einer letzten Tempoverschärfung sichert sich Matthew Hauser seinen dritten Saisonsieg! Vasco Vilaça wird Zweiter, Csongor Lehmann Dritter.

Tom Richard und Jules Rethoret kommen mit wenigen Sekunden Abstand auf den Plätzen acht und neun ins Ziel. Tom Lerno, einer der Schnellsten seiner Laufgruppe, wird 17. Maxime Hueber-Moosbrugger beendet das Rennen auf Rang 47. Olympiasieger Alex Yee wird 14.

© World Triathlon

Das Männerpodium

1. Matthew Hauser (Australien) 50:28

2. Vasco Vilaça (Portugal) 50:31

3. Csongor Lehmann (Ungarn) 50:36