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Mittelmeerspiele 2026: Drei Top-10-Platzierungen für Frankreich, dazu Bronze im Mixed Relay

LB
Von Luc Beurnaux

Veröffentlicht am Mo., 7. September 2026

Aktualisiert am Mo., 7. September 2026

Mittelmeerspiele 2026: Drei Top-10-Platzierungen für Frankreich, dazu Bronze im Mixed Relay
© KMSP/CNOSF

Tarent in Apulien war vom 21. August bis 3. September Gastgeber der 20. Ausgabe der Mittelmeerspiele, so etwas wie Olympische Spiele für die Anrainerstaaten des Mittelmeers. Unter den 32 Sportarten stand auch Triathlon auf dem Programm. Das Rennen im Sprintformat (750 m Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Laufen) wurde am 31. August ausgetragen.

Im Einzelrennen der Männer sprengte eine vierköpfige Gruppe mit dem Griechen Panagiotis Bitados, den Italienern Euan De Nigro und Riccardo Cultore sowie dem Spanier Eduardo Blanco Mollá – als Erster nach 750 m aus dem Wasser – auf den 20 km Radstrecke das Rennen.

Das Quartett riss mehr als eine Minute Vorsprung auf die Verfolger auf, angeführt unter anderem vom Marokkaner Jawad Abdelmoula, in Frankreich bestens bekannt: Er lebt in Rennes (und arbeitet dort als Berufsfeuerwehrmann), war früher für Poissy Triathlon lizenziert und startet inzwischen für den Triathlon Club de Liévin, mit dem er in der französischen Clubmeisterschaft antritt.

Als U23-WM-Medaillengewinner im Vorjahr schien De Nigro perfekt positioniert, um seinem Land Gold zu schenken. Am Ende war es aber Bitados, Europameisterschafts-Medaillengewinner, der sich den Titel holte: Er spulte die fünf Laufkilometer in 15:33 ab. Der Grieche siegte acht Sekunden vor De Nigro, während Blanco Mollá das Podium komplettierte.

Top 5 Männer

1 Panagiotis Bitados (Griechenland) 53’47

2 Euan De Nigro (Italien) 53’55

3 Eduardo Blanco Mollá (Spanien) 54’13

4 Jawad Abdelmoula (Marokko) 55’31

5 Gültigin Er (Türkei) 55’39

Bei den Frauen ging Gold an die Italienerin Bianca Seregni, nach einer beeindruckenden Soloflucht. Sie kam nach 12:12 aus dem Wasser und hatte beim Eintritt in die erste Wechselzone bereits 56 Sekunden Vorsprung.

© KMSP/CNOSF
Célia Merle

Seregni – Zweite beim WTCS Grand Final 2025 in Wollongong – legte anschließend auch die beste Radzeit des Rennens hin (31:16) und ging mit mehr als 1:15 Vorsprung auf die nächste Verfolgerin in den Lauf. Ein Lauf-Finale ohne Wackler, das ihr den ersten internationalen Sieg der Saison 2026 einbrachte.

Die Slowenin Tjasa Vrtacic lief mit 17:06 die schnellste Laufzeit des Tages und sicherte sich damit Silber. Die zweite Italienerin Paola Sacchi überquerte nur zwei Sekunden später die Ziellinie und gewann Bronze.

Top 5 Frauen

1 Bianca Seregni (Italien) 1h02’17

2 Tjasa Vrtacic (Slowenien) 1h02’40

3 Paola Sacchi (Italien) 1h02’42

4 Natalia Castro Santos (Spanien) 1h03’09

5 Alejandra Seguí Soria (Spanien) 1h03’31

Aus französischer Sicht stehen drei Top-10-Platzierungen im Einzel zu Buche

Célia Merle (Issy Triathlon) wurde Siebte, Marie Wattiez (Poissy Triathlon) Achte.

Bei den Männern kam als bester Franzose der Läufer aus Les Sables-d’Olonne Basile Fouchard als Siebter ins Ziel, gefolgt von Hugo Borel, Elfter.

Auf die erste französische Medaille musste man bis zum letzten Wettkampftag warten. Bronze ging an die Mixed-Staffel mit Célia Merle, Basile Fouchard, Marie Wattiez und Hugo Borel, hinter Spanien (Silber) und Italien, der dominierenden Nation dieser Spiele mit insgesamt vier Triathlon-Medaillen, davon drei in Gold. Italien gewann auch den Medaillenspiegel dieser Mittelmeerspiele mit 224 Medaillen, Frankreich landete mit 88 Medaillen (darunter 25 Gold) auf Rang vier.

© KMSP/CNOSF
Bronze für die französische Mixed-Staffel