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T100-Triathlon Vancouver: Julie Derron schlägt Kate Waugh auf der Laufstrecke

LB
Von Luc Beurnaux

Veröffentlicht am Mi., 19. August 2026

Aktualisiert am Do., 20. August 2026

T100-Triathlon Vancouver: Julie Derron schlägt Kate Waugh auf der Laufstrecke
© T100

Die Schweizerin Julie Derron holte auf der Laufstrecke erst auf und ging dann an der amtierenden T100-Weltmeisterin Kate Waugh vorbei. Am Samstag feierte sie in Vancouver (Kanada) ihren ersten Saisonsieg auf der T100-Serie.

Bei 21 °C gingen die 20 Elite-Starterinnen dieser Station der T100-Serie, zu denen sich am Rennwochenende rund 2000 Agegrouper gesellten, am Locarno Beach für die 2 km Schwimmen ins Wasser.

Die amtierende T100-Weltmeisterin Kate Waugh (Großbritannien) setzte sich vom Start weg an die Spitze des Schwimmens. Schnell schlossen Taylor Spivey (USA), Imogen Simmonds (Schweiz), Lena Meissner (Deutschland) und Sara Pérez Sala (Spanien) zur Spitzengruppe auf. Dahinter führte Georgia Taylor-Brown (Großbritannien) die zweite Gruppe an, sieben Sekunden hinter der Spitze nach der ersten Runde.

Am Ausstieg lag Spivey vorn, dicht gefolgt von Waugh, Pérez Sala, Meissner und Simmonds. Der Abstand zur Gruppe um Taylor-Brown war zu diesem Zeitpunkt auf 41 Sekunden angewachsen. Nach den 2 km Schwimmen mussten die Athletinnen noch einen langen Sandabschnitt bis zur Wechselzone zurücklegen. Spivey verlor dort Zeit, sodass Waugh als Erste aufs Rad sprang, drei Sekunden vor der Deutschen Meissner.

Derrons Aufholjagd auf dem Rad

Die 80 km Rad führten entlang der Spanish Banks, mit fünf Runden à 14,1 km, die unter anderem über den Campus der University of British Columbia gingen.

Die Schweizerin Julie Derron arbeitete sich nach und nach durchs Feld, nachdem sie mit knapp 1:30 Minuten Rückstand aufs Rad gegangen war. Sie zeigte eine beeindruckende Aufholjagd bis an die Spitze und schloss zur Kanadierin Paula Findlay, Waugh und Simmonds auf, als noch mehr als die Hälfte der 80 km zu fahren war.

Auch Findlay, nach dem Schwimmen noch 13., startete eine spektakuläre Aufholjagd. 55 km vor dem Ende auf dem Rad übernahm sie bei ihrem Heimrennen die Führung. Waugh setzte sich später wieder an die Spitze und ging mit 48 Sekunden Vorsprung auf Simmonds und Derron in die 2. Wechselzone. Findlay blieb in Schlagdistanz, nachdem sie mit 2:01'13 die beste Radzeit gefahren war.

Findlay schnappt sich den Podiumsplatz erst im Lauf

Ein perfekt ausgeführter Wechsel half Waugh, beim Start der 18 km Lauf entlang des Locarno Beach und des Spanish Banks Beach Park die Führung zu verteidigen.

Julie Derron löste sich sofort von ihrer Landsfrau Simmonds und nahm die Verfolgung von Waugh und dem Sieg auf. Simmonds wurde rasch von Findlay eingeholt und überholt, die sich in der Folge im Kampf um den letzten Podiumsplatz etwas von der Schweizerin absetzen konnte.

Julie Derron war in Fahrt: Knapp 9 km vor dem Ziel stellte sie Waugh. Weniger als 6 km vor der Linie wurde Findlay dann von der Siegerin des T100 Spanien 2026, Georgia Taylor-Brown, überholt, die sich damit auf dem Podium festsetzte.

Julie Derron gewann schließlich in Vancouver und lief nach 3:33:26 über die Ziellinie, fast zwei Minuten vor Waugh, die damit nach einer Wadenverletzung ihr Comeback im Wettkampf feierte.

Platz drei ging an die Britin Georgia Taylor-Brown, drei Minuten hinter Julie Derron. Lokalmatadorin Findlay komplettierte die Top 4, nur 27 Sekunden hinter ihrer Rivalin.

© T100
Der Sieg für Julie Derron

Nachdem sie im Vorjahr in Vancouver schon Zweite hinter der Amerikanerin Taylor Knibb geworden war, wollte Julie Derron diesmal den obersten Podestplatz nicht mehr hergeben, trotz der starken Vorstellung von Kate Waugh.

TOP 10:

1 Julie Derron (Schweiz) 3:33'26

2 Kate Waugh (Großbritannien) 3:35'06

3 Georgia Taylor-Brown (Großbritannien) 3:36'27

4 Paula Findlay (Kanada) 3:36'55

5 Imogen Simmonds (Schweiz) 3:38'10

6 Bianca Bogen (Deutschland) 3:38'54

7 Alanis Siffert (Schweiz) 3:39'16

8 Taylor Spivey (USA) 3:40'16

9 Hannah Berry (Neuseeland) 3:40'30

10 Nicole Van Der Kay (Neuseeland) 3:42'04

Nächste Stopps: Dubai (Frauen) und Fréjus (Männer)

Mit diesem Sieg übernimmt Derron die Führung in der Gesamtwertung der T100 Race to Qatar mit 64 Punkten, vor Imogen Simmonds (Schweiz) auf Rang zwei mit 62 Punkten und Georgia Taylor-Brown (Großbritannien) als Dritte mit 61 Punkten.

Für die Frauen geht es als Nächstes beim Dubai T100 Triathlon am 14. November weiter. Die Männer steigen am 19. September beim Ekoï French Riviera T100 wieder ins Renngeschehen ein.