4400 Triathleten bei der 38. Ausgabe des Triathlon de Gérardmer
Der Triathlon de Gérardmer hat an diesem Wochenende seinem Ruf alle Ehre gemacht: Bei der Ausgabe 2026 standen über 4400 Athletinnen und Athleten auf drei Distanzen am Start, getragen von einer unglaublichen Stimmung. Auf der XL-Distanz siegten Pierre Dupuy und die Schweizerin Darleen Pfister.
“Eine irre Stimmung, ein verrücktes Publikum, in jedem Anstieg auf dem Rad, eigentlich überall; stimmungsmäßig ist das einfach eine unfassbare Veranstaltung.” Der Franzose Pierre Dupuy, der bei seiner ersten Teilnahme am Samstag das XL-Format des Triathlon de Gérardmer gewann, hat erlebt, was den Reiz dieses Rennens ausmacht: eine einzigartige Volksfest-Atmosphäre auf den idyllischen Straßen der Vogesen, mit über 35.000 Zuschauerinnen und Zuschauern entlang der Strecke.
Schon am Samstag ging es am Ufer des Lac de Gérardmer für den Start der XL-Distanz los: 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad (knapp 2000 m D+) und 21 km Laufen rund um den See.
Nach gut vier Stunden Rennen setzte sich der Athlet aus Aix-en-Provence Pierre Dupuy mit fast zwei Minuten Vorsprung vor dem aus Les Sables-d’Olonne stammenden Pierre Le Corre durch, Vierter bei den Olympischen Spielen in Paris 2024, der hier fünf Wochen vor der IRONMAN-WM auf Hawaii noch einmal an der Form feilte. Dritter wurde der Österreicher Thomas Steger, Sieger beim Triathlon de l’Alpe d’Huez Anfang August.
Bei den Frauen hatte die Französin Justine Guérard (2025 Dritte) das Rennen im Wasser und auf dem Rad lange nahezu komplett im Griff, musste jedoch bei Kilometer 15 des Laufs aufgeben. Danach übernahmen die beiden Schweizerinnen Darleen Pfister und Anja Koller die Spitze und machten den Sieg unter sich aus: Pfister vor Koller, dahinter die Italienerin Sara Sandrini.
Podien Triathlon XL
Männer:
1 Pierre Dupuy (Frankreich) 4:19:48
2 Pierre Le Corre (Frankreich) 4:21:44
3 Thomas Steger (Österreich) 4:23:48
Frauen:
1 Darleen Pfister (Schweiz) 5:00:56
2 Anja Koller (Schweiz) 5:02:52
3 Sara Sandrini (Italien) 5:06:14
Zwei französische Dreifach-Triumphe auf der Olympischen Distanz
Am Sonntag hieß es: um acht Uhr ans Wasser, für den Start der Découverte-Distanz. Auf dem Programm standen 500 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Laufen. Bei den Männern gewann der Athlet aus Mulhouse Noé Weber vor den beiden Belgiern Basile Deom und Jules Clément. Bei den Frauen stand ebenfalls Belgien im Fokus: Sieg für Lia Depret vor den Französinnen Inès Oesterle und Léa Richard.
Um 13:30 Uhr gingen 1233 Triathletinnen und Triathleten auf die Olympische Distanz und damit ins Finale des Rennwochenendes: 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad mit zweimaligem Anstieg der berühmten Côte de la Rayée (mit Rampen bis 15 %), wo die Zuschauer jede Passage zum Hexenkessel machten, bevor es in die letzten 10 Laufkilometer ging.
Der Franzose Keran Gallou gewann bei seinem ersten Start in Gérardmer. Knapp dahinter folgte Antonin Lagarde, im Vorjahr Dritter und nach dem XL-Rennen am Vortag erneut stark unterwegs, und Landsmann Igor Dupuis komplettierte das Podium.
Auch bei den Frauen setzten die Französinnen auf der letzten Prüfung des Wochenendes ein Ausrufezeichen: Von Beginn an ein enges Rennen, am Ende der Sieg für Célia Merle vor Elena Polaert und Manon Remy, der Siegerin des Vorjahres.
Podien Triathlon Olympisch
Männer
1 Keran Gallou (Frankreich) 2:02:26
2 Antonin Lagarde (Frankreich) 2:03:43
3 Igor Dupuis (Frankreich) 2:04:04
Frauen
1 Célia Merle (Frankreich) 2:22:03
2 Elena Polaert (Frankreich) 2:23:18
3 Manon Remy (Frankreich) 2:25:19