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Supertri Pro Series-Finale auf Jersey: Cassandre Beaugrand und Matt Hauser ganz oben

LB
Von Luc Beurnaux

Veröffentlicht am Mo., 7. September 2026

Aktualisiert am Mo., 7. September 2026

Supertri Pro Series-Finale auf Jersey: Cassandre Beaugrand und Matt Hauser ganz oben
© SuperTri

Das Finale der Supertri Pro Series 2026 auf der Kanalinsel Jersey lieferte am Sonntag genau das, was man sich erhofft hatte. Auf einem ebenso kurzen wie brutalen Format mit drei Durchgängen über 300 m Schwimmen, 4 km Radfahren und 1,6 km Laufen zündeten die Französin Cassandre Beaugrand und der Australier Matt Hauser ihre Endgeschwindigkeit, holten den Sieg und damit die angekündigten 100.000 US-Dollar Prämie.

Das SuperTri-Pro-Format umfasste in diesem Jahr drei Rennen für die Elite: einen ersten Stopp im Mai in Austin (USA), einen zweiten im Juni in Blenheim (Großbritannien) und einen dritten im Juli in Toronto (Kanada). Die jeweils drei bestplatzierten Männer und Frauen jeder Station qualifizierten sich für das Finale auf Jersey (Großbritannien), mit einem Roll-down bei jedem Rennen.

Das SuperTri-Format selbst blieb unverändert: drei Durchgänge aus drei ultraschnellen Mini-Triathlons ohne Pause, jeweils mit 300 m Schwimmen, 4 km Radfahren und 1,6 km Laufen.

Beaugrand beim Laufen unerreichbar

Bei den Frauen zeigte die Französin Cassandre Beaugrand einmal mehr, dass auf einem derart explosiven Format ihre Laufstärke den Unterschied macht. Sie setzte sich bereits im ersten Schwimmen an die Spitze und baute ihren Vorsprung über die drei Durchgänge hinweg Schritt für Schritt aus.

Ihre härtesten Gegnerinnen, die Britin Georgia Taylor-Brown, die Luxemburgerin Jeanne Lehair und die zweite Britin Jessica Fullagar, hielten die Spannung lange hoch. Georgia Taylor-Brown und Jessica Fullagar versuchten Beaugrand vor allem im Radfahren des zweiten Durchgangs unter Druck zu setzen. Doch die Olympiasiegerin von Paris 2024 blieb stets dran.

Entschieden wurde alles im letzten Laufabschnitt über 1,6 km. Beaugrand setzte ihre Attacke sofort nach der Wechselzone, und niemand konnte das Tempo mitgehen. Sie siegte in 56:44 Minuten, 19 Sekunden vor Georgia Taylor-Brown und 27 Sekunden vor Jeanne Lehair.

Ein Erfolg, der umso mehr heraussticht, weil er eine außergewöhnliche Saison der Französin krönt: Beaugrand gewann außerdem alle vier Rennen der World Triathlon Championship Series, bei denen sie am Start stand.

Hauser macht den Unterschied im letzten Run

Bei den Männern ging es nicht weniger spektakulär zu. Der Australier Matt Hauser musste sich gegen starke Konkurrenz behaupten, allen voran gegen den neuseeländischen Olympiazweiten Hayden Wilde und den britischen Olympiasieger Alex Yee, auf dessen Wiedersehen mit Wilde nach mehr als einem Jahr ohne direkten Schlagabtausch viele gewartet hatten.

Das Duell Yee gegen Wilde war jedoch schnell vorbei. Der Olympiasieger von Paris erlitt im zweiten Radabschnitt einen Kettenriss, als die Spitzengruppe noch eng beisammen war.

Matt Hauser blieb über alle drei Durchgänge hinweg vorne dabei, ohne dass der Ausgang früh klar gewesen wäre. Er musste sich gegen den Neuseeländer Hayden Wilde, den Ungarn Csongor Lehmann, den Niederländer Mitch Kolkman und den US-Amerikaner Seth Rider behaupten.

© SuperTri
Der Sieger Matt Hauser

Wie bei den Frauen fiel die Entscheidung am Ende zu Fuß. Hauser nutzte einen schwierigen Wechsel von Wilde, übernahm die Führung und vergrößerte den Abstand nach und nach. Trotz Gegenwehr des Neuseeländers gewann der Australier mit sieben Sekunden Vorsprung.

Mitch Kolkman komplettiert das Podium mit 11 Sekunden Rückstand, dahinter folgen Csongor Lehmann und Seth Rider auf den weiteren Plätzen.

Für Matt Hauser hat dieser Sieg besondere Symbolkraft: Nur eine Woche nach seinem Sturz bei der WTCS in Weihai (China) meldet sich der Weltmeister 2025 zum bestmöglichen Zeitpunkt zurück auf der Siegerstraße.